Mai 2022: In der Regenzeit in Tansania sind in der Regel weniger Reisende unterwegs, und auch Besteigungen oder Safaris finden bei Reiseveranstaltern seltener statt. Altezza Travel nutzte diese ruhigere Saison jedoch, um mit sinnvollen Projekten vor Ort etwas zurückzugeben. Unter anderem entsandte Altezza Travel 2 grüne Einsatzteams mit dem Auftrag, Waldschutzgebiete in der Kilimandscharo-Region wiederherzustellen.
Dieser Artikel handelt vom Schutz der Wälder entlang des Flusses nahe dem Kilimandscharo-Flughafen und von Altezzas Arbeit zur Wiederherstellung des Waldes in der Nähe des Kilimandscharo-Nationalparks.
Warum brauchen wir Wald am Fuß des Kilimandscharo?
Am 23. Mai fuhren die erfahrenen Gärtner unserer Hotels Aishi Machame und Brubru Lodge gemeinsam mit weiteren Mitarbeitenden und Freunden des Unternehmens zur Lyasikika Secondary School. Die Schulleitung hatte bereits früher im Jahr um Unterstützung beim Pflanzen von Setzlingen gebeten. Die Schule liegt nahe dem Kilimandscharo-Nationalpark, ebenso wie das Büro von Altezza Travel.
Landwirtschaftliche Nutzung und die Ausdehnung der umliegenden Dörfer haben die Wälder am Fuß des Kilimandscharo belastet. Auf Satellitenbildern der Region sind direkt hinter dem dichten grünen Waldgürtel, der den Berg und das Schutzgebiet des Nationalparks umgibt, kahle Stellen zu erkennen, an denen Naturflächen zerstört wurden. Genau dies war nahe der Lyasikika Secondary School an einer Biegung des Sere-Flusses geschehen.
Das Feld und die Straße liegen unmittelbar am Fluss. Diese Nähe belastet den Boden und begünstigt den Eintrag von Schlamm in das Flussbett. Zugleich trägt das Wasser des schnell fließenden Bergflusses das Ufer ab. Langfristig kann dies den Uferverlauf verändern, zu Vernässung führen und die Straße gefährden.
Deshalb war es wichtig, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und zugleich die Sicherheit für die Menschen vor Ort zu verbessern.
Gemeinsam mit den lokalen Behörden arbeiteten wir daran, die Natur rund um die Schule widerstandsfähiger und gesünder zu machen.
Wie wir die Bäume gepflanzt haben
Zusammen mit der Verwaltung des Kilimandscharo-Nationalparks, Vertretern der Dorfverwaltung von Lyamungo und der örtlichen Schule pflanzten wir mehrere hundert Setzlinge entlang des Flussbetts auf der kahlen Fläche, an der das Problem entstanden war.
Die Pflanzung entlang des Flussufers hilft, Bodenerosion zu mindern, und setzt zugleich langfristig bei den kahlen Stellen in den Wäldern am Fuß des Kilimandscharo an.
Der gesamte Ablauf erfolgte in mehreren Schritten.
Zunächst kauften wir Setzlinge verschiedener Baumarten. Nahe am Wasser sind robuste Pflanzen mit verzweigtem Wurzelsystem wichtig; im mittleren Abschnitt sollten dagegen Bäume wachsen, die kleineren Pflanzen Schatten spenden. In Straßennähe eignen sich niedrige Bäume, darunter auch fruchttragende Arten, deren Früchte die Schülerinnen und Schüler später als natürlichen Snack nutzen können.
Anschließend bohrten wir mit Spiralbohrern tiefe Pflanzlöcher in gleichmäßigen Abständen und versetzter Anordnung.
Danach setzten wir die Setzlinge ein, festigten ihre Wurzelsysteme mit Erde und bewässerten sie.
In der kommenden Zeit brauchen die Setzlinge Pflege und Aufmerksamkeit, bis sie kräftiger geworden sind.
Führungskräfte von KINAPA, darunter Angela Nyaki, leitende Verwalterin des Kilimandscharo-Nationalparks, und ihr Assistent Charles Mgendo, Schülerinnen und Schüler der Lyasikika Secondary School, Dorfälteste der lokalen Gemeinschaft und natürlich das Team von Altezza Travel arbeiteten gemeinsam daran, diese Setzlinge zu pflanzen.
Insgesamt pflanzten wir mehr als 400 Bäume aus 8 Arten. Nun geht es darum, den jungen Bäumen beim Anwachsen am Fluss zu helfen: instabile Bäume werden an festere Pfosten gebunden, regelmäßig bewässert und gedüngt.
Wir werden die Entwicklung der gepflanzten Bäume weiter begleiten und Fotos sowie Satellitenbilder des neuen Waldgebiets in Machame am Fuß des Kilimandscharo teilen.
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