Das Kosovo Camp ist das höchstgelegene Gipfelcamp am Kilimandscharo und liegt auf 4.870 m. In diesem Beitrag von Altezza Travel erfahren Sie, wie es im Vergleich zum Barafu Camp abschneidet und worauf Bergsteiger achten sollten.
Worin unterscheidet sich das Kosovo Camp vom Barafu Camp?
Das Kosovo Camp liegt in der arktischen Zone des Kilimandscharo und dient Bergsteigern als Zwischenstation auf dem Weg zum Uhuru Peak über die Routen Machame, Lemosho oder Umbwe. In der Regel ist das Barafu Camp das zentrale Gipfelcamp für diese Routen. In der Gipfelnacht steigen Bergsteiger rund 200 m auf, queren einen felsigen Pass, ruhen kurz im Kosovo Camp und gehen anschließend weiter zum Gipfel.
Einige Kilimandscharo-Expeditionen lassen Barafu jedoch aus und führen direkt zum Kosovo Camp, wo übernachtet wird. Die Höhendifferenz zwischen den Camps ist zwar gering, das Klima an beiden Orten nahezu identisch. Eine Übernachtung im Kosovo Camp hat dennoch mehrere Vorteile:
- Der felsige Pass zwischen den Camps lässt sich bei Tageslicht leichter queren. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit zum Ausruhen, und die Strecke am Gipfeltag verkürzt sich um 15%.
- Das Kosovo Camp ist deutlich weniger stark frequentiert als das Barafu Camp. In der Hochsaison können sich im Barafu Camp mehrere Hundert Bergsteiger und Mitglieder der Bergteams gleichzeitig aufhalten.
Dass das Kosovo Camp nur begrenzt als Nachtlager genutzt wird, hat mehrere Gründe. Häufig eignet es sich eher als kurzer Rastplatz auf dem Weg zum Uhuru Peak als als eigentliches Gipfelcamp:
- 2024 hat der Kilimandscharo-Nationalpark für Übernachtungen im Kosovo Camp eine obligatorische Gebühr von 100 USD + 18% MwSt. pro Person eingeführt; insgesamt 118 USD.
- Im Camp gibt es nur eine Toilette, die meist vom Bergteam genutzt wird. Bergsteiger müssen mobile Toiletten organisieren, was zusätzliche Kosten verursacht. Für mehr Komfort empfehlen wir mobile Toiletten unabhängig davon, ob Ihre Reiseroute das Kosovo Camp einschließt. Mehr dazu in unserem Leitfaden Hygiene während Kilimandscharo-Expeditionen.
- Ein zusätzlicher Aufstieg um 200 m kann die Akklimatisierung erschweren. In vielen Fällen ist es sinnvoller, vor dem Gipfelversuch im Barafu Camp zu rasten.
Aus mehr als 10 Jahren Erfahrung, in denen wir Kilimandscharo-Expeditionen organisieren, wissen wir: Die Wahl des Gipfelcamps hat nur geringen Einfluss auf den Gipfelerfolg. Entscheidend ist vor allem die Dauer der Expedition. Eine Übernachtung im Kosovo Camp ist eine sinnvolle Option für 7- oder 8-tägige Kilimandscharo-Besteigungen. Bei 6-tägigen Programmen kann der schnelle Höhengewinn jedoch das Risiko einer Höhenkrankheit erhöhen.
Wenn Sie den Kilimandscharo besteigen möchten und mehr über Akklimatisierung in großer Höhe erfahren wollen, finden Sie hier unser kurzes Video:
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