Im Durchschnitt gibt ein Reisender auf Sansibar etwa 65 US-Dollar pro Tag aus. Diese Zahl stammt von Budget Your Trip und basiert auf Daten von Januar 2026. Das ist realistisch, wenn man bereit ist, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, die meist weniger sicher sind als organisierte Transfers. Dazu kommen einfache Hostels ohne Klimaanlage und Essen ausschließlich von lokalen Ständen, oft auf eigenes Risiko.
Seien wir ehrlich: Die Insel zeigt sich ganz anders, wenn man nicht strikt spart. Wer stattdessen eine private Villa mit eigenem Pool und direktem Zugang zum Meer wählt, guten Service genießt und abends auf einer Terrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang isst, erlebt Sansibar auf einem anderen Niveau. So ein Urlaub kostet etwa 400 bis 1.000 US-Dollar pro Tag. Für das gebotene Erlebnis ist das ein fairer Preis.
In diesem Artikel beantworten wir die Frage „Ist Sansibar teuer?“ und geben einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Ausgabenkategorien. Alle Preise sind aktuell und mit konkreten Beispielen versehen.
Durchschnittliche Kosten für einen Urlaub auf Sansibar
Die Preise in der Tabelle dienen nur zur Orientierung. Der endgültige Preis hängt auch vom Zimmer- oder Villentyp ab, selbst innerhalb desselben Resorts. In der Hochsaison können die Höchstpreise deutlich über den genannten Werten liegen.
Auf Sansibar ist es zudem üblich, dass sich ein Hotel auf der eigenen Website oder auf Buchungsplattformen als 4-Sterne-Hotel bezeichnet, in Wirklichkeit aber kaum einem 3-Sterne-Standard entspricht. Das kommt recht häufig vor. Deshalb ist der Preis oft ein verlässlicherer Anhaltspunkt als die offizielle Sternebewertung.
Bei der Reiseplanung spielt die Saison eine wichtige Rolle. Die beste Reisezeit für Sansibar ist von Juni bis Oktober. In diesen Monaten regnet es kaum, das Wetter ist sonnig und die Temperaturen sind angenehm. Zu Beginn des Jahres ist es meist deutlich heißer, vor allem Ende Dezember sowie im Januar und Februar. Weihnachten und Neujahr ziehen besonders viele Besucher an, daher sollten Hotels frühzeitig gebucht werden.
Der regenreichste Monat ist der April. In dieser Zeit sind nur wenige Reisende unterwegs, das Wetter ist jedoch wenig geeignet für einen Urlaub. Eine gute Alternative ist der Mai, direkt nach der Regenzeit, aber noch bevor die Preise wieder ansteigen.
Was kostet ein Flug nach Sansibar?
Flüge sind der erste größere Kostenpunkt. Die gute Nachricht: Auch Anfang 2026 bleibt Sansibar ein vergleichsweise günstiges Reiseziel. Das gilt besonders, wenn man früh bucht und außerhalb der Hauptsaison reist.
Die Insel wird vom Abeid Amani Karume International Airport angeflogen. Der Flughafen liegt etwa zehn Autominuten von Stone Town entfernt, der Hauptstadt Sansibars. Wer sich bereits in Tansania befindet, zum Beispiel in Dar es Salaam, kann einen Inlandsflug zur Hauptinsel nehmen. Ein einfaches Ticket kostet etwa 50 bis 120 US-Dollar, die Flugzeit beträgt rund 30 Minuten. Die Fähre benötigt etwa zwei Stunden. Die Tickets kosten zwischen 35 und 40 US-Dollar.
Man kann Sansibar auch direkt aus einigen europäischen Ländern anfliegen, ohne über das tansanische Festland zu reisen. Hin- und Rückflugtickets mit Umstieg kosten in der Nebensaison teils nur 850 bis 1.200 US-Dollar. Solche Preise werden gelegentlich von Turkish Airlines, Qatar Airways, Emirates und anderen internationalen Fluggesellschaften angeboten. In der Hochsaison steigen die Preise traditionell. Oft kommen 200 bis 300 US-Dollar pro Strecke hinzu, manchmal auch mehr. Die folgende Tabelle zeigt Fluggesellschaften, die Direktflüge nach Sansibar anbieten.
Hotels auf Sansibar für jedes Budget
Der Archipel bietet Unterkünfte in allen Preisklassen. Das reicht von einfachen Hostelbetten im Mehrbettzimmer bis zu luxuriösen Strandbungalows mit privatem Pool. Wer sein Hotel auf Sansibar zwei bis drei Monate vor der Reise bucht, kann in der Regel 10 bis 20 Prozent sparen.
Wenn du dich fragst, ob Sansibar teuer ist, kannst du beruhigt sein. Günstige Hostels und einfache Hotels mit Basiskomfort sind leicht zu finden. Allerdings kann es in solchen Unterkünften gelegentlich zu Diebstählen kommen, auch in gemieteten Airbnb-Zimmern. Wer sich für eine Budget-Unterkunft entscheidet, sollte Wertsachen und Bargeld am besten im Safe aufbewahren oder immer bei sich tragen.
Trotzdem gilt: Sansibar ist einer der schönsten Orte der Welt. Man sollte die Insel genießen und nicht einfach nur aushalten. Wenn es das Budget erlaubt, ist es sinnvoll, von Anfang an eine komfortable Unterkunft zu wählen. Auf Sansibar gibt es viele charmante Boutique-Hotels und großzügige Luxusvillen mit sehr gutem Service. Für 400 bis 1.000 US-Dollar pro Nacht entsteht schnell das Gefühl, die ganze Insel gehöre nur einem selbst.
- The Residence Zanzibar. Ein luxuriöses Villenresort auf einem 32 Hektar großen Gelände. Auf der einen Seite liegt dichter Küstenwald, in dem seltene rote Stummelaffen leben. Auf der anderen Seite erstreckt sich ein etwa ein Kilometer langer Sandstrand. The Residence Zanzibar eignet sich ideal für einen ruhigen Urlaub inmitten exotischer Natur. Das Resort bietet große Bungalows mit einem Schlafzimmer sowie Familienvillen mit mehreren Schlafzimmern und Meerblick. Jede Villa verfügt über einen eigenen privaten Pool. Zudem gibt es ein Spa, drei Restaurants, Bars, ein Fitnesscenter und einen Tennisplatz.
Ein Nachteil ist der schlammige Meeresboden mit Seeigeln direkt am Strand. Viele Gäste schwimmen daher lieber im Pool. Die Küste eignet sich hier besser für Spaziergänge und schöne Ausblicke als zum Baden.
In der Nebensaison liegen die Preise pro Nacht je nach Villentyp zwischen 500 und über 1.500 US-Dollar. In der Hochsaison beginnen die Preise bei etwa 1.000 US-Dollar und können bis zu 5.000 US-Dollar erreichen.
- Zuri zanzibar. Ein Fünf-Sterne-Resort etwa 30 Autominuten von Stone Town entfernt, umgeben von tropischem Grün und mit direktem Zugang zu einem eigenen, rund 300 Meter langen Privatstrand. Das Resort verfügt über mehr als 50 Bungalows und Villen, von Einheiten mit einem Schlafzimmer bis hin zu Familienunterkünften. Vor Ort gibt es drei Restaurants mit afrikanischer, europäischer und arabischer Küche, vier Bars sowie einen großen beheizten Pool. Gäste können an Yoga-Sessions und speziellen Wellness-Programmen teilnehmen. Die Preise pro Nacht beginnen in der Nebensaison bei etwa 1.000 US-Dollar und in der Hochsaison ab rund 1.700 US-Dollar.
- Zanzibar White Sand Luxury Villas & Spa. Ein Boutique-Resort am Paje Beach mit mehr als 20 Villen, alle mit eigenem Pool. Einige verfügen zusätzlich über großzügige Terrassen und direkten Zugang zur Strandpromenade. Zum Resort gehören eine Bar und ein Restaurant, ein eigenes Kitesurf-Zentrum sowie eines der besten Spa-Zentren in Ostafrika. Gästen steht ein persönlicher Butler-Service zur Verfügung. In der Nebensaison liegen die Preise pro Nacht bei etwa 600 bis 1.000 US-Dollar, in der Hochsaison beginnen sie bei rund 1.500 US-Dollar.
- Xanadu Villas & Retreat Zanzibar. Dieser Resortkomplex umfasst neun direkt am Meer gelegene Villen an einem abgeschiedenen Strand in der Region Jambiani. Jede Villa verfügt über einen eigenen Pool. Einige Pools befinden sich direkt auf dem Dach und eignen sich ideal zum Schwimmen unter dem Sternenhimmel. Abendessen können nahezu überall zubereitet und serviert werden, im Inneren der Villa oder direkt am Strand. Weitere Angebote sind ein Spa am Wasser, persönlicher Butler-Service, Yoga-Sessions und Bootsausflüge zum Sonnenuntergang. In der Nebensaison liegen die Preise bei etwa 800 bis 1.000 US-Dollar pro Nacht, in der Hochsaison ab rund 1.500 US-Dollar.
Wie teuer ist Essen auf Sansibar?
Die traditionelle Küche Sansibars basiert auf frischen Meeresfrüchten und lokalen Gewürzen. Typische Gerichte sind Fisch, Garnelen, Tintenfisch, Oktopus und Thunfisch. Sie werden meist gegrillt oder in Kokosmilch mit Curry, Nelken und Zimt geschmort. Als Beilage gibt es häufig Reis, Ugali, einen Maisbrei, oder frittierte Bananen.
Am authentischsten erlebt man die Insel auf einem Abendmarkt oder in einfachen Lokalen, in denen auch Einheimische essen. Ein gutes Beispiel ist der Forodhani Night Market in Stone Town. Dort bekommt man die bekannte Sansibar-Pizza für 2 bis 3 US-Dollar, Oktopusspieße für etwa 4 bis 6 US-Dollar und die traditionelle lokale Suppe Urojo für rund 2 US-Dollar.
Eine weitere sehr gute Adresse ist das Lukmaan Restaurant in Stone Town. Es ist klein und schlicht, aber weit über die Insel hinaus bekannt. Eine vollständige Mahlzeit kostet hier nur etwa 5 bis 8 US-Dollar. Das Restaurant gilt als einer der besten Orte für auf dem Archipel. Abends kann es voll werden, und die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt. Es lohnt sich daher, früh zu kommen. Das Essen ist einfach, hausgemacht und kräftig gewürzt.
Im mittleren Preissegment sticht 6 Degrees South am Paje Beach hervor. Es ist eine bekannte Bar mit Restaurant. Tagsüber gibt es gegrillte Meeresfrüchte, abends Cocktails. Die große Holzterrasse liegt direkt am Wasser und hat niedrige Tische. Viele Gäste essen barfuß. Die Portionen sind groß, die Zutaten frisch, die Preise fair. Eine gegrillte Meeresfrüchteplatte kostet etwa 15 bis 25 US-Dollar, Pizza 10 bis 14 US-Dollar. Cocktails liegen bei 7 bis 10 US-Dollar, Bier bei 3 bis 4 US-Dollar.
Auf Sansibar gibt es auch gehobene Restaurants, die man nicht nur wegen des Essens besucht, sondern wegen der Atmosphäre. Gäste kommen hierher, um einen besonderen Abend mit Blick auf das Meer oder die Altstadt und sehr gutem Service zu genießen. Ein solches „VIP-Erlebnis“ kostet etwa 100 US-Dollar pro Person.
- Das The Rock Restaurant im Dorf Michamvi Pingwe an der Ostküste der Michamvi-Halbinsel ist das bekannteste kulinarische Wahrzeichen der Insel. Das Restaurant steht auf einem kleinen Felsen im Meer. Auf Sansibar können die Gezeiten an manchen Stränden stark sein. Bei Flut erreichen Gäste das Restaurant per Boot, bei Ebbe zu Fuß über den Sand. Auf der Speisekarte stehen sehr frische Meeresfrüchte wie Oktopus, Hummer, Thunfisch und große Garnelen, meist gegrillt. Ein Mittagsmenü kostet etwa 60 bis 80 US-Dollar. Ein Abendessen mit Wein liegt bei rund 90 bis 120 US-Dollar pro Person.
- Cape Town Fish Market Zanzibar. Ein Restaurant mit großer Terrasse und eindrucksvollem Blick auf den Sonnenuntergang. Serviert werden frische Meeresfrüchte mit afrikanischem Einfluss sowie sehr gute südafrikanische Weine. Abends gibt es Livemusik, die für eine lebendige und zugleich romantische Atmosphäre sorgt. Ein Abendessen für zwei Personen kostet etwa 70 bis 140 US-Dollar.
- Beach House Zanzibar. Ein Restaurant im Herzen von Stone Town mit einer großen offenen Terrasse und Blick auf den Indischen Ozean. Die Küche verbindet afrikanische, asiatische und portugiesische Einflüsse auf feine Weise. Auf der Karte stehen unter anderem Oktopus, Garnelen in Kokossoße und Meeresfrüchte-Paella. Die Cocktails werden mit lokalem Gin und Gewürzen zubereitet. Ein Abendessen für zwei Personen mit Getränken kostet bis zu 120 US-Dollar.
Was kosten Aktivitäten auf Sansibar?
Der größte Reichtum der Insel ist ihre Natur. Der warme Indische Ozean, weiße Sandstrände und Mangrovenwälder prägen das Bild. Besonders eindrucksvoll sind die tiefroten Sonnenuntergänge über dem offenen Meer. Und das alles ist kostenlos.
Wer seinem Aufenthalt kulturelle Erlebnisse hinzufügen möchte, sollte Stone Town besuchen. Die engen Gassen sind gesäumt von gut erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Dort befinden sich auch das Freddie Mercury Museum, das dem bekanntesten Sohn Sansibars gewidmet ist, sowie das Sklavereimuseum, das ein dunkles, aber wichtiges Kapitel der Geschichte des Archipels beleuchtet.
Darüber hinaus gibt es auf Sansibar mehrere beliebte Aktivitäten, die besonders hervorstechen.
Gewürzfarm-Tour (20–180 US-Dollar)
Sansibar war früher ein weltweites Zentrum für den Handel mit Nelken, Vanille, Kardamom und anderen Gewürzen. Große Plantagen sind bis heute in Betrieb und produzieren aromatische Gewürze.
Während der Führung erklären die Guides, wie Gewürze angebaut, verarbeitet und in der lokalen Küche verwendet werden. Eine Gewürzfarm-Tour dauert in der Regel drei bis vier Stunden und beinhaltet ein reichhaltiges Mittagessen, das vor Ort zubereitet wird. Über einen Reiseveranstalter kostet ein solcher Ausflug etwa 180 US-Dollar. Mit einem lokalen privaten Guide liegen die Preise bei etwa 20 bis 30 US-Dollar. Diese Touren finden jedoch oft in größeren Gruppen statt und beinhalten meist keine Transfers oder Verpflegung.
Ausflug in den Jozani Forest (10–120+ US-Dollar)
Ein Spaziergang durch einen der ältesten Wälder der Welt dauert nicht lange, hinterlässt aber einen starken Eindruck. Während der Tour lassen sich die seltenen Sansibar-Roten-Stummelaffen beobachten. Sie kommen nur auf dieser Insel vor. Der Weg führt über schattige Pfade zwischen hohen Bäumen sowie über Holzstege durch Mangrovensümpfe.
Die Fahrt von Stone Town zum Jozani Forest dauert etwa 50 Minuten. Der Eintritt in das Schutzgebiet kostet rund 10 US-Dollar pro Person und beinhaltet in der Regel einen Guide. Die Preise können sich ändern, daher empfiehlt es sich, sie vor Ort zu bestätigen. Eine private Tour über einen separaten Anbieter kostet etwa 120 US-Dollar.
Schnorcheln und Tauchen (60–150 US-Dollar)
Die besten Monate für Aktivitäten unter Wasser sind Januar und Februar, besonders rund um das Mnemba-Riff und vor der Insel Mafia. Die Sicht im Wasser ist in dieser Zeit sehr gut. Man sieht farbenfrohe Korallen, große Fischschwärme, Meeresschildkröten und mit etwas Glück sogar Walhaie, die sich in dieser Zeit nahe Mafia Island aufhalten.
Schnorchelausflüge beinhalten meist ein bis zwei Stunden im Wasser und kosten etwa 60 bis 100 US-Dollar. Ein privates Boot für eine eigene Gruppe kostet rund 120 bis 150 US-Dollar. Tauchausflüge umfassen in der Regel ein bis zwei Tauchgänge mit Instructor. Ein einzelner Tauchgang kostet etwa 50 bis 80 US-Dollar, inklusive Ausrüstung. Ein kompletter Anfängerkurs mit vier bis sechs Tauchgängen liegt bei etwa 300 bis 500 US-Dollar.
Kitesurfen (70–100 US-Dollar)
Einer der bekanntesten Spots ist der Paje Beach an der Südostküste. Der Wind ist hier während der Saison sehr stabil und gut für Anfänger geeignet. Die besten Zeiten sind von Juni bis Oktober sowie von Dezember bis März. Von Juni bis Oktober ist der Wind stärker und gleichmäßiger, weshalb in dieser Zeit viele Profis kommen. Eine private Unterrichtsstunde mit Instructor und Ausrüstung kostet etwa 70 bis 100 US-Dollar. Ein Anfängerkurs mit acht bis zehn Stunden liegt bei rund 450 bis 600 US-Dollar.
Dhau-Sonnenuntergangsfahrt (25–90 US-Dollar)
Eine Dhau ist ein traditionelles Holzboot mit einem dreieckigen Segel. Die Fahrten starten meist in Nungwi, Kendwa oder direkt in Stone Town, etwa ein bis eineinhalb Stunden vor Sonnenuntergang. Die Gäste sitzen auf weichen Kissen und bekommen gekühlte Getränke, Obst und kleine Snacks serviert, während das Boot langsam entlang der Küste segelt. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden und endet mit Einbruch der Dämmerung.
Gruppenfahrten auf Booten mit etwa 20 Plätzen kosten 25 bis 40 US-Dollar pro Person. Private Fahrten für kleine Gruppen liegen bei etwa 90 bis 150 US-Dollar. Eine Buchung im Voraus ist empfehlenswert, besonders in der Hochsaison.
Welche Ausflüge auf Sansibar man besser meidet
Ein schönes Schild und laute Aussagen über Artenschutz sind keine Garantie dafür, dass es nicht nur um Profit geht. Leider nutzen viele sogenannte „private Schutzgebiete“ Tiere schlicht zur Unterhaltung von Besuchern. Echter Naturschutz bedeutet keinen engen Kontakt zwischen Tieren und Menschen. Wenn man angeboten bekommt, mit einer Schildkröte zu schwimmen oder einen Geparden zu streicheln, hilft das den Tieren nicht. Es ist nur eine Show.
Bei Altezza Travel raten wir dringend davon ab, Orte zu besuchen, an denen Gäste dazu ermutigt werden, Tiere zu umarmen, von Hand zu füttern oder zu berühren. Zu Einrichtungen mit fragwürdigem Ruf zählen unter anderem:
- Cheetah’s Rock zoo
- Baraka Natural Aquarium turtle interaction pool
- Mnarani Marine Turtles Conservation Pond
- Salaam Cave Aquarium Zanzibar
Selbst Projekte, die gut gemeint wirken, können in der Praxis problematisch sein. Ein Beispiel ist die Insel Changuu mit ihrem bekannten Riesenschildkröten-Reservat, das ursprünglich zur Erholung der Population gegründet wurde. Besucher haben dort jedoch direkten Zugang zu den Tieren und dürfen sie von Hand füttern. Die Schildkröten leben auf engem Raum mit wenig Vegetation. Jungtiere werden in kleinen Gehegen gehalten und stehen durch den ständigen Kontakt mit Menschen unter Stress.
Was kosten Taxis und andere Verkehrsmittel auf Sansibar?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich auf der Insel fortzubewegen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Straßen schmal sind, der Verkehr oft chaotisch ist und der lokale Fahrstil riskant sein kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, offizielle Taxis oder Fahrer zu nutzen, die vom Hotel empfohlen werden. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es ebenfalls. Schauen wir uns alle Optionen an.
Dala-Dala – lokaler öffentlicher Verkehr
Die Fahrpreise liegen bei etwa 0,20 bis 0,80 US-Dollar innerhalb eines Gebiets und bei rund 2 US-Dollar für längere Strecken, zum Beispiel von Stone Town zum Nungwi Beach. Das ist die günstigste Art der Fortbewegung und eine Möglichkeit, das lokale Leben aus nächster Nähe kennenzulernen. In diesem Punkt kann man die Frage „Ist Sansibar günstig?“ durchaus bejahen.
Allerdings überwiegen die Nachteile. Die Fahrzeuge sind sehr voll, es ist heiß, und viele Busse sind alt und haben häufig technische Probleme. Dala-Dalas verkehren ungefähr von 6:00 Uhr morgens bis 19:00 oder 20:00 Uhr, ohne festen Fahrplan. Wer sie nutzt, sollte kleine Bargeldbeträge in tansanischen Schilling dabeihaben und damit rechnen, dass Fahrer oft kein Wechselgeld haben.
Taxis – komfortabel und sicherer
Die Taxipreise hängen von der Strecke, der Tageszeit und vom Fahrer ab. Kurze Fahrten innerhalb von Stone Town kosten etwa 15 bis 25 US-Dollar. Eine Fahrt vom Flughafen in die Stadt kann 60 US-Dollar oder mehr kosten. Nachts sind die Preise höher. Der Preis sollte immer vor dem Einsteigen vereinbart werden. Klären Sie auch, ob er pro Fahrzeug oder pro Person gilt.
Privater Fahrer – die bequemste Option
Ein Auto mit Fahrer für einen ganzen Tag (8–10 Stunden) kostet ab etwa 250 US-Dollar. Der Preis hängt von der Route und der Saison ab und beinhaltet ein modernes, klimatisiertes Fahrzeug. Viele Hotels und Guides können zuverlässige Fahrer empfehlen.
Boda-Boda (Motorradtaxis) – schnell, aber riskant
Eine schnelle und günstige Möglichkeit für kurze Strecken. Fahrten von 2 bis 5 Kilometern kosten meist 2 bis 5 US-Dollar. Nachts steigen die Preise um das 1,5- bis 2-Fache.
Der Vorteil ist die Geschwindigkeit. Motorräder kommen leicht am Verkehr vorbei. Doch wie bei Dala-Dalas sind die Nachteile erheblich. Es gibt kaum Schutz. Im besten Fall stellt der Fahrer einen alten Helm zur Verfügung. Verkehrsunfälle sind auf Sansibar häufig, und Fahrten mit privaten Motorradtaxis sind gefährlich. Wir raten dringend davon ab, dieses Verkehrsmittel zu nutzen.
Auto- oder Rolleranmietung
Ein Auto wie ein Toyota RAV4 kann für etwa 40 bis 70 US-Dollar pro Tag gemietet werden, zuzüglich Kraftstoff. Ein Roller kostet rund 20 bis 30 US-Dollar pro Tag. Erforderlich ist ein internationaler Führerschein, je nach Fahrzeug mit den Klassen A oder B.
Die meisten Vermieter setzen ein Mindestalter von 23 Jahren voraus. Das ist keine gesetzliche Vorgabe, da das gesetzliche Mindestalter bei 18 Jahren liegt, sondern eine interne Regelung zur Reduzierung von Versicherungsrisiken. Zudem sollte man bedenken, dass die Straßen schmal sind und sich oft in schlechtem Zustand befinden. Es gilt Linksverkehr, und Verkehrsregeln werden selten strikt eingehalten. All das birgt erhebliche Risiken.
Ist Sansibar teuer? Häufig gestellte Fragen
Welche Währung wird auf Sansibar verwendet?
Wie auf dem tansanischen Festland ist der tansanische Schilling (TZS) die offizielle Währung. In touristischen Gegenden werden jedoch auch US-Dollar weitgehend akzeptiert, etwa in Restaurants und sogar in Souvenirläden.
Wo und wie tauscht man am besten Geld?
Banken und offizielle Wechselstuben in Stone Town bieten in der Regel bessere Kurse als Hotels oder Wechselstellen am Flughafen. Es ist sinnvoll, bei der Ankunft nur einen kleinen Betrag für erste Ausgaben wie Taxi oder Snacks zu tauschen und größere Summen später in der Stadt bei Banken zu wechseln. Straßenwechsler sollte man unbedingt meiden. Sie locken oft mit guten Kursen, geben jedoch gefälschte Scheine aus oder verschwinden mit dem Geld.
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